Inklusionsassistenz

„Jeder Mensch ist einmalig. Und jeder Mensch kann etwas beitragen zu einer Gemeinschaft, die Vielfalt wertschätzt und Teilhabe für alle aktiv ermöglicht.“ Dies ist einer der Grundgedanken von Inklusion.

Inklusion als Leitidee und verstanden als Prozess zu einem schulischen Gemeinschaftsbild, nach welchem ein jeder sich nach seinen Möglichkeiten und individuellen Besonderheiten selbstwirksam einbringen kann und in welchem Vielfalt als entwicklungsfördernde Ressource erkannt wird, kann seinen Ausgang von der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nehmen und sich schrittweise auf die gesamte Schülerschaft auswirken und ausweiten. Avisiert wird hierbei ein Perspektivwechsel vom problembesetzten Kind oder Jugendlichen hin zur Hervorhebung von individuellen Stärken und Besonderheiten, die die Schulgemeinschaft bereichern.  

Arbeitsschwerpunkte des Inklusionsassistenten

Die oder der Inklusionsassistent/-in agiert dementsprechend auf unterschiedlichen Ebenen. Auf der individuellen Ebene gilt es ergänzend Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung bzw. einem sonderpädagogischen Förderbedarf zu unterstützen, um deren gleichberechtigte Teilhabe an Bildung zu gewährleisten.

Darüber hinaus sollen im Rahmen der Prävention verhaltens- und leistungsbezogene Besonderheiten , die vom altersgemäßen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler abweichen, frühzeitig erkannt und im gemeinsamen Zusammenwirken mit relevanten Akteuren der Schule und anderer Institutionen zeitnah interveniert werden.

Zudem stehen die Aspekte von Lernförderung, Förderung von sozialen Kompetenzen, gemeinsame Elternarbeit als auch die Entwicklung eines inklusiven Selbstverständnisses der jeweiligen Schule im Vordergrund.

Die oder der Inklusionsassistent wirkt hierbei unterstützend und aktivierend; er oder sie beobachtet/ erkennt vorhandene Strukturen und Prozesse, stellt Fragen und regt zum inklusiven Umdenken an. Er oder sie nimmt neben der ergänzenden individuellen Stütze vor allem auch eine Vermittlerrolle ein, um vor Ort Inklusionsprozesse anzuschieben. Im gemeinsamen Austausch gilt es bei Entwicklungsdokumentationen, Förderplänen und Bildungsvereinbarungen mitzuwirken, zu hospitieren und Entwicklungen festzuhalten. Das Lehrerkollegium ist sowohl im Unterricht als auch außerunterrichtlich zu unterstützen. 

Aktiva-Sozialraum Lausitz e.V. arbeitet an drei Görlitzer Schulen im Arbeitsgebiet Inklusionsassistenz.

Ansprechpartner: